Die dänische Insel Fanø

Fanø ist die nördlichste dänische Wattenmeerinsel in der Nordsee. In unmittelbarer Nähe liegt die Hafenstädt Esbjerg. Der Westen der Insel besteht aus weitem Sandstrand. Eine breite Dünenkette trennt diesen vom Insel-Inneren ab. Auf der Ostseite dehnt sich ein Streifen Marschland entlang der Küste. Das Inselinnere besteht vorwiegend aus Heideland und Kiefernwäldern.

Per Fähre ist man in ca. 10 Minuten von Esbjerg nach Fanø übergesetzt.

Das erste mal nachweislich erwähnt wurde Fanø im Jahr 1231, im Grundbuch König Valdemars. Bis 1741 waren die Bewohner Pächter des Königs. Weil der knapp bei Kasse war, bot er die Insel auf einer öffentlichen Auktion in Ribe zum Verkauf an. Die Anwohner Fanøs kauften sich selbst von der Krone frei. Dazu gab es noch das Recht, Schiffe zu bauen, zu besitzen und damit freien Handel zu treiben. Von 1741 bis 1898 wurden so auf Fanø rund 1000 Schiffe gebaut. Dies alles zog großen Wohlstand nach sich, wovon man heute noch einiges sieht. Um 1870 besaß Fanø die zweitgrößte Handelsflotte Dänemarks. Mit dem Ende der Segelschiffe und dem Bau eines Dampfschiffhafens in Esbjerg wurde es auf der Insel ruhiger und in der Folgezeit mussten sich viele Bewohner Fanøs dort eine neue Beschäftigung suchen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Insel Teil des Atlantikwalls der Deutschen Wehrmacht. Aus dieser Zeit stammen zahlreiche Bunker und militärische Befestigungsanlagen. Nach dem Krieg wurde versucht, einige erfolglos zu sprengen. Derzeit ist eine Interessengruppe dabei, einige Bunker wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Allgemein sind die Bunker ein beliebtes Ausflugsziel der Touristen auf der Insel.

Seit 1970 bildet Fanø eine eigene Kommune, zuerst im "Ribe Amt". Nach der dänischen Kommunalreforum 2007 sollte die Insel Teil einer neuen Großkommune Esbjerg, zusammen mit Ribe und Bramming, werden. Die Bewohner entschieden sich in einer Abstimmung mehrheitlich dagegen.

Sehenswürdigkeiten auf Fanø

Das Fanø Museum in Nordby vermittelt Einblicke in das Inselleben im 18. und 19. Jahrhundert. Das Gebäude selbst ist über 300 Jahre alt.

Das Hannes Hus in Sønderho, ist ein Schifferhaus aus der letzten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Im Fanø Schifffahrts- und Trachtensammlungs Museum in Nordby wird Fanøs Seefahrtsgeschichte im 18. und 19. Jahrhundert beleuchtet. Eine Trachtensammlung vermittelt, wie die Frauen in damaliger Zeit gekleidet waren.

Das Museumsschiff Ewer Rebekka wurde im Jahr 1921 auf Fanø gebaut und liegt nun in Nordby am Kai an der Langelinie.

Im Fanø Kunstmuseum in Sønderho sind die Werke zahlreicher Künstler ausgestellt, die auf der Insel ihrer Kreativiatät freien Lauf lassen konnten und die Schönheit der Insel und der Natur in vielfältiger Weise für immer festgehalten haben.

Weitere Informationen über Fanø

Fanø Turistbureau
Skolevej 5-7
DK-6720 Nordby
Telefon: +45 70 26 42 00
web: http://visitfanoe.dk/de/home/
mail: mail@visitfanoe.dk

© 2012 danforum.de - Trotz sorgfältiger Recherchen und inhaltlicher Kontrolle wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen übernommen. Autor/en: Lutz, Foto: Oliver, Quelle/n: Wikipedia, visitvest.dk, Aktualisiert: 10/2014

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