Hvide Sande, Westjütland

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Mitten auf dem über 30 Kilometer langen Holmsland Klit (dt. Holmsland Düne) liegt Hvide Sande, trennt diesen mit seiner Schleuse und bildet zugleich den einzigen Zugang des Ringkøbing Fjords zur Nordsee hin.

Hvide Sande bedeutet auf Deutsch "Weiße Strände" und die gibt es nördlich und südlich des Ortes zur Genüge.

Die kleine Fischereistadt mit ihren ca. 3.000 Einwohnern ist ein noch ziemlich junger Ort, der im Zusammenhang mit den Bau des Hvide Sande Kanals im Jahre 1931 von Fischern gegründet wurde. Der Kanal besteht aus einer Wasserstandsregulierungsanlage für den Fjord und einer Schleusenanlage für die Fischereifahrzeuge. Um die Schleuse herum entstand in der Folgezeit der Ort mit seinem Hafen. Hvide Sande ist mit seinen ca. 140 Fischkuttern der fünftgrößte und zugleich jüngste Fischereihafen Dänemarks und noch heute ist die Fischerei auch der Haupterwerbszweig des kleinen Städtchens.

In Hvide Sande hat alles was man sieht, hört oder riecht irgendwie mit Fisch zu tun. Im Hafen ist ein sändiges Kommen und Gehen der Schiffe. Die Fänge der Fischer werden wochentags morgens in der Fischauktionshalle am Südhafen versteigert. Im Sommer werden spezielle Fischauktionen veranstaltet, an denen Touristen teilnehemen und bieten können.  Oder sie besuchen ganzjährig eines der vielen Fischgeschäfte im Ort und kaufen dort den fangfrischen Fisch, der in einer Vielfalt in den Auslagen zu finden ist, die man hier meist vergebens sucht.

Hvide Sande bietet Touristen vielfältige Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Die Aqua Sports Zone (Kabelpark) im Norden des Ortes betreibt eine Wasserski-Seilbahn. Der Fjord lädt zum Windsurfen und Wasserskifahren ein. Südlich und nördlich von Hvide Sande befinden sich Surfcenter mit Surfschulen. Ein Naturlehrpfad schlängelt sich zwischen den Dünen und Ferienhausgebieten bis hinauf nach Søndervig. Eine Orientierungslaufstrecke mit 70 festen Posten oder die Tennisplätze in Hvide Sande laden ebenfalls zu Spaß und Bewegung ein. Radfahren auf dem Nordseeküsten-Radweg oder ausgedehnte Wanderungen und Spaziergänge am Strand und zwischen den Dünen sind entspannend und die gute frische Seeluft trägt sicherlich ebenfalls zur Erholung bei. Und vielleicht findet man ja nebenbei auch noch ein Stück Bernstein.

Bekannt ist Hvide Sande auch für seine guten Angelmöglichkeiten. Im Fjord leben viele Fischarten, sowohl Süß- aber auch Salzwasserfische. Dies ist durch die Entwässerungsanlage möglich. Angeln kann man an der Schleuse, an der Mole oder an vielen anderen Plätzen im und am Hafen. Eine besondere Attraktion ist zweimal im Jahr das Heringsangeln an der Schleuse. Hochseeangeln auf der Nordsee oder auf dem Fjord in Ufernähe sind von Hvide Sande aus möglich.

Für schlechtes Wetter gibt es ein Hallenbad mit Wasserrutsche, Sprungbrettern, Dampfbad und Sauna. Immer wieder interessant ist auch ein Besuch in der Kerzenzieherei. Die zahlreichen Geschäfte im Zentrum am Hafen laden zum ausführlichen Shoppen ein. Auch für den kleinen oder großen Hunger wird gesorgt, es steht eine Fülle verschiedener Speiselokale zur Auswahl - vom kleinen Cafe bis zum Restaurant, die alle zum Verweilen einladen.

Lobenswert und unbedingt hervorzuheben ist der barrierefreie Ausbau der Infrastruktur in und um die Stadt. In den vergangenen Jahren wurden größere Summen investiert und so hat sich Hvide Sande auch in dieser Hinsicht zu einer guten Adresse entwickelt.

Hvide Sande ist ein Ort inmitten der Natur und diese kann man rund um den Ringkøbing Fjord in den verschiedensten Facetten erleben und genießen.

Mein Fazit: Auch wenn Hvide Sande die großen, besonderen Attraktionen fehlen, so bietet es doch einen reizvollen Rahmen für einen gelungenen und unvergesslichen Urlaub.

Sehenswürdigkeiten in Hvide Sande

Markante Wahrzeichen der Stadt sind die Heiliggeistkirche und die Hebebrücke der Schleuse, die den Hafen vom Fjord trennt.

Einen weiteren zentralen Anziehungspunkt stellt das Kunstwerk "Cyklus" dar. Es besteht aus mehreren Kunstwerken. "Der Nabel der Erde" eine Halbkugel aus Stahl steht am Kreisverkehr beim Haus der Fischerei (Fischereimuseum) und symbolisiert die Geburt. "Der Punkt", der das Leben mit sieben Schiffssteven symbolisiert, ist rund um einen Globus aufgebaut und steht nördlich der Entwässerungsschleuse unterhalb des Fischereimuseums. "Die Lebenstreppe", die hinunter zu einem Platz mit mobiler Bühne führt, liegt östlich des "Punkts". "Das Denkmal" zu Ehren der beim Rettungsbootuntergangs 1951 Getöteten, steht westlich des Kreisverkehrs und geht als Symbol für den Tod in das Kunstwerk ein.

Ein von Königin Margarethe II. eingeweihtes weiteres Kunstwerk, "Vesterled" (dt. etwa Westverbindung) befindet sich am Südstrand. Es besteht aus einer mit Ziegeln belegten Fläche, der sich wie ein Sattel über die Düne legt und einer 28 Meter langen Bronzeskulptur, die sich dem Horizont zuwendet.

Sehenswert ist auch das Haus der Fischerei (Fischereimuseum) direkt bei der Tourismusinformation an der Schleusenanlage. Es umfasst ein Museum über die Geschichte des Rettungswesens in Hvide Sande und auch Dutzende Aquarien mit einem Ausschnitt der in der Nordsee, im Fjord und in den dorthin mündenden Wasserläufen vorkommenden Fischen.

Einen besonderen Blick über die Stadt, die im Westen brausende Nordsee, den im Osten liegenden Fjord und den Hafen hat man vom Troldbjerg. Er ist eine ca. 20 Meter hohe Sanddüne mit einem Signalmast, der früher einfahrenden Schiffen beim Einlaufen in den Hafen behilflich war. Es gibt einen Bunker mit einer Schautafel über die Befestigungsanlagen entlang der dänischen Nordseeküste, Teil des Atlantikwalls.

Weitere Informationen über Hvide Sande

Hvide Sande TouristBüro
Nørregade 2
DK-6960 Hvide Sande
Telefon: (+45) 97 31 18 66
www.htk.dk
mail: post@htk.dk

© danforum.de
Text: Lutz
Foto: l
Quelle/n: Visitvest.dk / Wikipedia

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