Rømø

Rømø (Römö, Röm) ist die südlichste und größte dänische Nordseeinsel. Sie liegt nördlich von Sylt und gehört zu den Dänischen Wattenmeerinseln. Sie ist über den sogenannten Rømø-Damm mit dem Festland verbunden. Erreichbar ist die Insel über diesen Damm oder über eine ganzjährige Fährverbindung zur Insel Sylt.

 

Rømø wird 1190 das erste Mal schriftlich erwähnt. In der Folgezeit setzte eine langsame Besiedlung der Insel ein. Im 16. Jahrhundert erlangte die Seefahrt auf der Insel große Bedeutung. Der Hafen vom nahem Ribe war für große Schiffe nicht mehr passierbar, so übernahm Rømø zeitweise die Funktion eines Hochseehafens. Im 17. und 18. Jahrhundert brachte der Walfang großen Reichtum auf die Insel. In der Blütezeit des Walfangs stellte Rømø bis zu 40 Kommandeure.

 

Zwischen 1864 und 1920 gehörte die Insel als Teil des Kreises Tondern zu Schleswig-Holstein. Bis Ende 2006 gehörte sie zum Sønderjyllands Amt, heute gehört sie wie das übrige Nordschleswig zur Region Syddanmark.

Sehenswürdigkeiten auf Rømø

St.-Clemens-Kirche

Die St.-Clemens-Kirche stammt ursprünglich aus dem Jahr 1200, wurde im 17. und 18. Jahrhundert ausgebaut. Im Inneres gibt es einige kostbare Schiffsmodelle aus der Zeit des Walfanges zu sehen (Votivschiffe). Auf dem Friedhof der Kirche stehen die Kommandeursteine, Grabsteine reicher Walfangkapitäne.

Kommandørgården

Der "Kommandørgården" wurde lange Zeit vom Amtsvorsteher der Insel bewohnt. Es handelt sich um einen Hof aus dem 18. Jahrhundert. Heute befindet sich dort ein Standort des Dänischen Nationalmuseums.

Bunker

Die Bunkeranlagen wurden von den Deutschen im 2. Weltkrieg in den Sand gesetzt. 52 Bunker standen und einige stehen immer noch, getarnt im Tvismark-Wald im Zentrum der Insel. Dort befand sich im Krieg eine Mammut- und See-Elefant-Frühwarnstation, ein Funkmeßgerät, mit über 100 Meter hohen Antennen. Damit konnte man u.a. den Einschlagsort von V2-Raketen in England kilometergenau kontrollieren. Das Betreten der Bunker ist in geführten Touren möglich (über das Naturzentrum Tønnisgård).

Mini-Museum

Ein "Mini-Museum" in zeigt auf Schautafeln Interessantes zur Entstehungsgeschichte der Insel, von der Sandbank in der Nordsee bis zu ihrem heutigen Aussehen. Die Gezeiten werden beschrieben und es gibt Informationen zu Pflanzen und Tieren auf der Insel.

Strand

Der Strand ist der ganze Stolz der Insel. Heute zieht er sich stellenweise bis zu 4 km breit über die gesamte Westseite der Insel hin. Im Norden gibt es ein Militärgebiet (ganzjährig gesperrt). Fast überall kann man den Strand mit Autos befahren. Am meisten los ist bei Lakolk. Dort sind im Sommer auch Rettungsschwimmer vor Ort. Hier kann jeder seinen Hobbys nachgehen, ob Drachenfligen, Kitesurfen, Windsurfen, Reiten oder einfach spazieren gehen, hier ist vieles möglich. Auf der Insel gibt es ebenfalls eine Kerzenzieherei und im Rømø Sommerland, einem Vergnügungspark, kann man ebenfalls seine Zeit verbringen.

Weitere Informationen über Rømø

Rømø Turistbureau

Nr. Frankel 1
Havneby
DK-6792 Rømø
Telefon: (+45) 7475 5130
www.romo.dk
romo@romo.dk

 

Naturstyrelsen

Die dänische Naturverwaltung (frei übersetzt) bietet ein Informationsfaltblatt zur Insel Rømø, der Natur und die geschützten Gebiete an. Außerdem finden sich auf der Webseite auch Informationen zu Wanderrouten. Info für Hundehalter: Bitte informieren Sie sich unbedingt über die Leinenpflicht auf Rømø.

Link: naturstyrelsen.dk - Rømø

© 2012 danforum.de - Trotz sorgfältiger Recherchen und inhaltlicher Kontrolle wird keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen übernommen. Autor/en: Oliver, Lutz. Quelle/n: Wikipedia.de, Visitvest.dk. Aktualisiert: 07/2012

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